FAQ – Häufige Fragen

Auf dieser Seite haben wir für Sie eine Sammlung der häufig gestellten Fragen zusammengestellt. Hier finden Sie Antworten auf viele Fragen, die Interessierte und Kunden im Laufe der Zeit an uns gerichtet haben.
 
Handy in der Hand
 

Ist die Fassadendämmung eine neumodische Idee?

Schon in der Bronzezeit vor ca. 3.500 Jahren gab es Energiesparwände. Zweischaliges Flechtwerk mit innenliegendem getrocknetem Gras und Lehm als Außenbeschichtung. Vergleichbare Dämmwerte erreichte modernes Mauerwerk erst wieder nach der Energie-Einsparverordnung von 1995. Also wird schon seit sehr langer Zeit die Fassadendämmung genutzt, damit die Wärme im Haus bleibt.

Warum Fassadendämmung?

Hauseigentümer wollen mit einer Fassadendämmung erreichen, dass Ihre Außenwände in der kalten Jahreszeit warm sind, aber nach außen möglichst wenig von der Wärme abgeben. Das spart Heizkosten und schont das Klima. Auch steigern sie den Komfort und die Behaglichkeit im Inneren des Hauses und reduzieren erheblich die Gefahr von Schimmelpilzbildung. Zusätzlich wirkt die Fassadendämmung im Sommer als Schutzschild gegen Hitze.

Verursacht die Außenwanddämmung Schimmel?

Altbauten mit ungedämmten Außenwänden bekommen dann ein Problem mit Schimmel, wenn sie mit neuen Fenstern ausgestattet werden, die dicht sein sollten. Bei den vorher alten undichten Fenstern gab es einen permanenten Luftaustausch, der die vorhandene Luftfeuchtigkeit aus dem Gebäude transportierte. Jetzt, mit den neuen dichten Fenstern, findet der Schimmel beste Wachstumsbedingungen vor, da die Feuchtigkeit nicht mehr entweichen kann. Dadurch kühlt die feuchte Luft an den kalten Innenwänden schnell ab und die relative Luftfeuchtigkeit steigt an. Bei über 80 % kann es dann bereits zu Schimmel führen. Somit ist das Risiko einer Schimmelbildung bei gedämmten Außenbauteilen wie der Wand deutlich geringer, als bei ungedämmten.

Sind gedämmte Häuser zu dicht?

Wohngebäude müssen dicht sein, damit Feuchte- und Schimmelschäden im Innern des Hauses nicht entstehen und teure Energieverluste möglichst gering bleiben.

Können Wände atmen?

Im Sinne eines Luftaustauschs ein klares Nein! Die gedämmten Außenwände eines Hauses können die entstandene Feuchtigkeit im Innern z.B. durch Kochen oder Duschen ohne Probleme puffern. Die Innenwände nehmen die Feuchte auf und geben sie dann beim Lüften wieder ab. Deshalb ist regelmäßiges Lüften zwingend erforderlich. Eine geringe Menge an Wasserdampf durchdringt die Wand, egal ob sie gedämmt ist oder nicht. Das hat keine Bedeutung für das Raumklima. Es ist also in jeder Hinsicht ein Irrtum zu behaupten, dass Außenwände atmen müssen.

Welche Lüftungsregeln sind zu beachten?

Durch regelmäßiges Lüften wird die verbrauchte und feuchte Luft aus den Wohnräumen abgeführt. Wie gelüftet werden muss ist abhängig von der Jahreszeit, den Außentemperaturen und den Windverhältnissen.
Nachstehend einige Grundregeln des Lüftens:

  • Regelmäßig lüften. Möglichst 3-4x am Tag bis maximal 10 Minuten.
  • 1x am Tag Stoßlüften. In Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit das Fenster ganz öffnen und somit für Durchzug sorgen. Nicht nur kippen!
  • Badezimmer und Küche nach dem Duschen, Baden und Kochen sofort lüften.
  • Während der Lüftungsphasen sollten die Heizkörper heruntergestellt sein.
  • Auch Schlafräume und wenig benutzte Wohnräume müssen tagsüber ausreichend beheizt werden.

Wann ist ein Lüftungskonzept bei einer energetischen Sanierung notwendig?

Ein Lüftungskonzept bei Altbauten ist notwendig, wenn im Ein- oder Mehrfamilienhaus mehr als 1/3 der alten Fenster ausgetauscht bzw. mehr als 1/3 der Dachfläche neu abgedichtet wird. Dieses Lüftungskonzept ist dann vor der Sanierung vom Fensterbauer bzw. vom Dachdecker nach DIN 1946-6 vorzulegen, damit spätere Feuchte- oder Schimmelschäden vermieden werden.

Rechnet sich eine Fassadendämmung finanziell?

Die Wirtschaftlichkeit einer energetischen Fassadensanierung lässt sich nur im Einzelfall beantworten. Bei älteren Gebäuden, also Bestandsbauten, ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sich die Dämmmaßnahme rechnet. Die hohen Heizkosten und die lukrativen Förderungen wirken sich noch zusätzlich sehr positiv aus, ebenso die Wertsteigerung der energetisch sanierten Immobilie. Ein weiterer und wichtiger Aspekt ist die Verringerung der Co2 Emissionen zum Schutz der Umwelt und des Klimas.

Erhöht eine Außenwanddämmung das Brandrisiko?

Nein, das Risiko eines Brandes erhöht sich nicht! Die in Deutschland bauaufsichtlich zugelassenen Wärmedämmverbundsysteme, insbesondere mit hartgebrannten Klinkerriemchen als Außenbekleidung bzw. Schlussbeschichtung, sind bei fachgerechter Ausführung und unter Verwendung aller erforderlichen Systemkomponenten, hinreichend sicher. Sie entsprechen allen Anforderungen hinsichtlich dem Brandschutz gemäß den geltenden Landesbauordnungen. Außerdem sind nur bei 0,04 Promille aller ca. 180.000 Bränden im Jahr Dämmstoffe beteiligt! Das liegt dann meistens an lagernden und nicht gesicherten Dämmmaterialien an der Baustelle oder an unfertigen Arbeiten.

Ist die Fassadendämmung ökologisch sinnvoll und am Ende Sondermüll?

Spätestens nach 2 Jahren hat ein Dämmstoff mehr Energie eingespart, als für seine Herstellung eingesetzt wurde. Die beste Methode die Heizkosten zu reduzieren und das Klima zu schonen, ist das Gebäude warm einzupacken. Dämmstoffe werden am Ende ihrer Nutzung verbrannt oder recycelt. Einen als Sondermüll deklarierter Dämmstoff gibt es in Deutschland nicht.

Worin besteht der Unterschied zwischen Klinker und Riemchen?

Die Riemchen sind wie der Klinker ebenfalls echte hartgebrannte Klinkersteine aus der Ziegelei und werden auch als Flachverblender bezeichnet. Allerdings sind die gebrannten Klinkerriemchen im Gegensatz zu Verblendsteinen ca. 14 – 25 mm dick und werden auf die Fassadendämmung als Schlussbeschichtung aufgeklebt und abschließend verfugt.

 


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