Glossar

Fachbegriffe und Fakten von A bis Z
zum Thema Wärmedämmung.

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung

Verfahren zum Nachweis der Verwendbarkeit von nicht geregelten Bauprodukten und Bauarten im bauaufsichtlichen Bereich. Das Ergebnis wurde früher „Zulassungsbescheid“ genannt, heute „Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung“. Darin sind z. B. technische Angaben zu den Systembestandteilen und ihrer Verwendbarkeit geregelt. Je nach ihrer Anwendung werden WDV-Systeme verschiedenen Anforderungsbereichen zugeteilt. Die Rechtsgrundlage für die AbZ ist in den jeweiligen Landesbauordnungen (meist im § 21) verankert. Zuständig für die Erteilung von AbZ ist das Deutsche Institut für Bauaufsicht in Berlin. Der Systemhersteller stellt die AbZ zur Verfügung.

Anschlussfuge

Anschlussfugen bilden sich immer dann, wenn an ein anderes Bauteil gestoßen wird. Diese Anschlussfugen sind, wenn sie dem Wetter ausgesetzt sind, abzudichten mit komprimierten Dichtbändern, Profilen o. ä.

Außendämmung

Man unterscheidet zwischen Innen– und Außendämmung. Der Vorteil der Außendämmung z. B. mit einem Wärmedämm-Verbundsystem ist, dass sich im Wandquerschnitt kein Kondenswasser bildet. Siehe auch Innendämmung.

Baustoffklasse

Dient der Einteilung von Baustoffen bezüglich ihres Brandverhaltens nach DIN 4102 und DIN EN 13501-1. Ihre Kennzeichnung erfolgt in der nationalen Norm durch die Buchstaben A und B und durch die Zahlen 1 bis 3. Nach der europäischen Norm gibt es - wie in der folgenden Gegenüberstellung dargestellt - für die brennbaren Baustoffe ein abweichendes Kennzeichnungssystem:

Baustoffklassen
(DIN 4102-1)
Klasseneuropäisch*
(DIN EN 13501-1)
Bauaufsichtliche Benennung
A nicht brennbare Baustoffe
A 1 A 1 100 % anorganische Bestandteile
A 2 A 2 geringe Anteile organischer Stoffe
B brennbare Baustoffe
B 1 B, C schwerentffammbar
B 2 D, E normalentffammbar
B 3 F leichtentffammbar (aus bauaufsichtlichen Gründen nicht verwendbar)

*) Weitere Beurteilungskriterien nach der Rauchentwicklung (s = smoke) und dem Abtropfverhalten (d = droplets).

BEG

Bundesförderung für effiziente Gebäude

BEG EM

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Einzelmaßnahmen

BEG NWG

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Nichtwohngebäude

BEG WG

Bundesförderung für effiziente Gebäude – Wohngebäude

Bestandsgebäude

>> ( im Sinne der Richtlinie der BEG)

Gebäude, deren Bauantrag bzw. Bauanzeige zum Zeitpunkt der Antragstellung mindestens fünf Jahre zurückliegt.

Bewegungsfuge

Fuge zwischen zwei Bauteilen oder Bauwerken, die Bewegungen (z. B. durch Dehnungen, Setzungen) ermöglicht, so dass keine schädlichen Spannungen in den Bauteilen auftreten können. Diese muss im Wärmedämm-Verbundsystem übernommen werden.

Brandschutz

Der bauliche und vorbeugende Brandschutz umfasst alle Maßnahmen zur Erhaltung von Sachwerten und der Gewährleistung der Sicherheit im Brandfall. Nach dem Brandverhalten werden Baustoffe in Baustoffklassen und Bauteile in Feuerwiderstandsklassen eingeteilt.

Contractoren

>>(im Sinne der Richtlinien der BEG)

Natürliche und juristische Personen, die in Einrichtungen oder Räumlichkeiten eines Contractingnehmers Dienstleistungen zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur gebäudenahen Energieversorgung aus erneuerbaren Energien erbringen, Investitionen tätigen oder Energieeffizienzmaßnahmen durchführen und dabei in eigenem Namen und auf eigene Rechnung handeln und das finanzielle Risiko tragen, wobei sich das Entgelt für die erbrachten Dienstleistungen ganz oder teilweise nach der Erzielung von Energieeffizienzverbesserungen und der Versorgung des Gebäudes mit erneuerbarer Energie richtet.

Cradle to Cradle

Cradle to Cradle (engl. "von Wiege zu Wiege", sinngemäß "vom Ursprung zum Ursprung"; abgekürzt auch C2C) ist ein Ansatz für eine durchgängige und konsequente Kreislaufwirtschaft.

"Cradle-to-Cradle-Produkte" sind demnach solche, die entweder als biologische Nährstoffe in biologische Kreisläufe zurückgeführt oder als "technische Nährstoffe" kontinuierlich in technischen Kreisläufen gehalten werden können.

 

 

Deutsches Institut für Bautechnik

Offizielle Abkürzung „DIBt“; durch das Abkommen zwischen Bund und den 16 Bundesländern zuständige Stelle für die Erteilung von Allgemeinen bauaufsichtlichen Zulassungen. Sitz des DIBt ist Berlin.

Diffusion

Das selbsttätige Vermischen (Wandern) der Moleküle als Folge ihrer thermischen Bewegung. Diffusion tritt in Gasen, Flüssigkeiten und Festkörpern auf. Aufgrund der großen Beweglichkeit der Gasmoleküle verläuft sie hier am schnellsten. Die Bewegungsrichtung der Diffusion ist immer in Richtung auf die geringere Konzentration gerichtet. Diffusion ist das Angleichen verschiedener Konzentrationen aneinander.

Diffusionswiderstand

Bauteile setzen der Diffusion einen unterschiedlichen Widerstand entgegen. Je höher dieser Widerstand ist, um so weniger Wasserdampf kann durch die Bauteile wandern.

DIN

Deutsches Institut für Normung e. V., zuständig für die Normung nationaler Regelwerke, vertritt die nationalen Interessen in CEN und ISO. Bund und Länder haben mit dem DIN jeweils Verträge abgeschlossen. Danach erarbeitet das DIN solche Normen, die zur bauaufsichtlichen Einführung geeignet sind oder allgemein zur Ausfüllung von Rechtsverordnungen dienen.

Downcycling- etwas weniger wertvoll machen

Downcycling oder Kaskadierung ist das Recycling von Abfall, bei dem das recycelte Material von geringerer Qualität und Funktionalität als das ursprüngliche Material ist. Häufig liegt dies an der Anreicherung von Begleitelementen in Sekundärmetallen, die letztere von hochwertigen Anwendungen ausschließen können. Beispielsweise ist Stahlschrott aus Altfahrzeugen oft mit Kupfer aus Drähten und Zinn aus der Beschichtung verunreinigt. Dieser kontaminierte Schrott ergibt einen Sekundärstahl, der nicht den Spezifikationen für Automobilstahl entspricht und daher hauptsächlich im Bausektor eingesetzt wird.

Druckfestigkeit

Sie beschreibt, wie hoch ein Material durch Druck belastet werden kann. Bei einer Flachdachdämmung entsteht z. B. Druck auf EPS/Styropor®, wenn auf dem Dach gelaufen wird oder wenn das Flachdach mit einer Kiesschicht abgedeckt ist. Die Druckfes­tigkeit wird angegeben als Mindestwert einer Druckspannung. Je höher die Druckfestigkeit und damit die aufnehmbare Druck­spannung eines Materials, desto besser. EPS/Styropor® kann hohe Druckspannungen aufnehmen. Mindestdruckspannungen für Flachdach-EPS/Styropor®: 100kPa, 150kPa oder 200kPa.

Dübel

Mechanisches Befestigungselement zur Verankerung des WDVS am Bauwerk. Dübel dienen der Aufnahme von axial eingeleiteten Zugkräften und ihrer Weiterleitung in den tragenden Untergrund.

Dübelschema

Vorgabe für die gleichmäßige Anordnung vorgegebener Dübelzahlen (pro m²) auf der Dämmplattenoberfläche. Dübelschemen für verschiedene Dämmplattenformate und Dübelzahlen sind in BFS-Merkblatt Nr. 21 und DIN 55699 wiedergegeben.

Ebenheit

Die Putzoberfläche ist in der Regel möglichst eben auszuführen – es sei denn, dass Unebenheiten ausdrücklich erwünscht sind. Großflächige Ebenheitstoleranzen und Fluchtabweichungen des Untergrundes können je nach Putzsystem nicht oder nur sehr begrenzt beim Verputzen ausgeglichen werden. Da die Putzoberfläche in Handarbeit hergestellt wird, ist eine völlig planebene Oberfläche nicht realisierbar.

Effizienzgebäude

>>(im Sinne der Richtlinien der BEG)

Nichtwohngebäude, die sich durch eine energetisch optimierte Bauweise und Anlagentech[1]nik auszeichnen und die mit der Richtlinie BEG NWG festgelegten technischen Mindestanforderungen an die Gesamtenergieeffizienz (Bezugsgröße: Primärenergiebedarf QP) und an die Energieeffizienz der Gebäudehülle (Bezugsgröße: Mittelwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten Ū) für eine Effizienzgebäudestufe erreichen.

Effizienzhaus

>> (im Sinne der Richtlinien der BEG)

Wohngebäude, die sich durch eine energetisch optimierte Bauweise und Anlagentechnik auszeichnen und die die mit der Richtlinie BEG WG festgelegten technischen Mindestanforderungen definierten Vorgaben an die Gesamtenergieeffizienz (Bezugsgröße: Primärenergiebedarf QP) und an die Energieeffizienz der Gebäudehülle (Bezugsgröße: Transmissionswärmeverlust HT’) für eine Effizienzhausstufe erreichen.

Einzelmaßnahmen an der Gebäudehülle

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Gefördert werden Einzelmaßnahmen an Bestandsgebäuden zur Erhöhung der Energieeffizienz des Gebäudes an der Gebäudehülle.

Energetische Sanierungsmaßnahmen

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Alle Ein-, Umbau- und Optimierungsmaßnahmen an der Gebäudehülle oder der Anlagentechnik des Gebäudes, die am Gebäude oder im unmittelbaren räumlichen Zusammenhang zum Gebäude vorgenommen werden und auf die Verringerung des nicht-erneuerbaren Primärenergiebedarfs oder Transmissionswärmeverlustes gerichtet sind, wie beispielsweise die Wärmedämmung von Wänden und Dachflächen, die Erneuerung von Fenstern und Außentüren, die Erneuerung der Heizungsanlage im Gebäude oder der Einbau von Anlagen zur Heizungsunterstützung, die erneuerbare Energien nutzen, der Einbau von Geräten zur digitalen Energieverbrauchsoptimierung, oder die Errichtung eines unterirdischen Wärmespeichers neben dem Gebäude.

Energieausweis

Der Energieausweis ist ein Dokument, das Daten zur Energieeffiziens und zu den anfallenden Energiekosten eines Gebäudes liefern soll. So soll er einen Vergleich zwischen Immobilien ermöglichen,den Miet- oder Kaufinteressenten in ihre Miet- oder Kaufentscheidung einfließen lassen können. Seit 2009 ist der Energieausweis bei allen Wohngebäuden in Deutschland Pflicht.

 

Energieeffizienz

Dämmen leistet einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende – denn die Bereitstellung von Energie aus erneuerbaren Quellen wird auf absehbare Zeit nicht ausreichen, um den Energiebedarf zu decken. Energieeffizienz ist der Schlüssel, mit anderen Worten:

»Bedarfssenkung geht vor Bedarfsdeckung.«

Oder, wie es das Bundeswirtschaftsministerium formuliert: Die beste Energie ist die, die nicht gebraucht wird. Warum ist das so? Der Endenergiebedarf eines Wohngebäudes wird neben den Anlagenverlusten definiert durch den Warmwasserwärmebedarf und den Heizwärmebedarf einschließlich der Lüftungswärmeverluste. Heizwärmebedarf und Lüftungswärmeverluste werden ausschließlich bestimmt durch die Gebäudehülle, also dem Dämmstandard und der Luftdichtheit, aber auch über das Lüftungsverhalten.

Je geringer die Verluste über die Hülle (Transmissionswärmeverluste HT) und über Luftundichtigkeiten (Lüftungswärmeverluste HV) sind, desto weniger Energie muss von der Heizungsanlage (Heizwärmebedarf Qh) zur Verfügung gestellt werden.

Durch zusätzliche Optimierung der Heizungsanlage (u. a. Dämmung der Rohrleitung, hydraulischer Abgleich, Thermostatventile, Pumpen und Regler) wird der Bedarf an Endenergie auf ein Minimum reduziert. Erfolgt die Bereitstellung dann mit regenerativer Energie oder mit Unterstützung regenerativer Energie, ist eine größtmögliche Energieeffizienz erreicht.

Energieeffizienz-Experte

>> (im Sinne der  Richtlinie der BEG)

Alle in der Expertenliste unter www.energie-effizienz-experten.de in den Kategorien „Wohngebäude“, „Nichtwohngebäude“ und „Effizienzhaus Denkmal sowie Baudenkmale und sonstige besonders erhaltenswerte Bausubstanz“ geführten Personen.

Energieeinsparung

Bauliche Anlagen müssen einen ausreichenden Wärmeschutz haben und energiesparend betrieben werden. Während der ausreichende Wärmeschutz bauphysikalisch begründet und nach technischen Regeln gestaltet wird, ist die Forderung nach Energieeinsparung über die Energieeinsparverordnung (EnEV) des Bundes politisch begründet (siehe auch Energieeinsparungsgesetz). Energieeinsparung kann mit bau- und anlagentechnischen Mitteln verwirklicht werden.

Energieeinsparungsgesetz

Bundesgesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedurfte. Genauer Titel: Gesetz zur Einsparung von Energie in Gebäuden (Energieeinsparungsgesetz, EnEG vom 1. September 2005 (BGBl I, S. 2684)). Das Gesetz stellt Anforderungen an die Energieeinsparung bei Gebäuden, Heizungsanlagen, an Betrieb und Abrechnung. Es enthält Ermächtigungen zum Erlass vieler Rechtsverordnungen, beispielsweise der Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV) zuletzt vom 24. Juli 2007 (BGBl I S. 1519).

Energieeinsparverordnung (EnEV)

Die Verordnung über energiesparenden Wärmeschutz und energiesparende Anlagentechnik bei Gebäuden (Energieeinsparverordnung – EnEV) ist die Durchführungsverordnung zum Wärmeschutz, die sich aus dem Energieeinsparungsgesetz ergibt. Die DIN 4108 regelt lediglich Mindestanforderungen des Wärmeschutzes aus bauphysikalischer Sicht. Die EnEV hat den Zweck, die Einsparung von Heiz- und Kühlenergie und somit die Reduzierung des CO2-Ausstoßes durch baulichen Wärmeschutz zu sichern. Die EnEV ist seit dem 01.11.2020 außer Kraft.

 

Environmental Product Declaration (EPD)

Eine Environmental Product Declaration (EPD) ist eine Typ-III-Umweltdeklaration. Diese stellt quantifizierte umweltbezogene Informationen aus dem Lebensweg eines Produktes oder einer Dienstleistung zur Verfügung, um damit Vergleiche zwischen Produkten oder Dienstleistungen gleicher Funktion zu ermöglichen. Eine EPD beruht auf unabhängig überprüften Daten aus Ökobilanzen, aus Sachbilanzen oder Informationsmodulen, welche mit der Normenreihe ISO 14040 konform sind und enthält ggf. weitere Angaben. Das Institut Bauen und Umwelt e.V. und das Institut für Fenstertechnik in Rosenheim sind öffentlich anerkannte Pogrammbetreiber in Deutschland, welche EPDs für den Bausektor erstellen und veröffentlichen. Weiterhin hat der europäische Verband der Kunststoffindustrie, Plastics europe, eine Methodik erarbeitet, um basierend auf den vorhandenen Ökoprofilen eine EPD zu erstellen.

Erneuerbare Energien

Als erneuerbare Energien (EE) oder regenerative Energien werden Energiequellen bezeichnet, die im menschlichen Zeithorizont für nachhaltige Energieversorgung praktisch unerschöpflich zur Verfügung stehen oder sich verhältnismäßig schnell erneuern. Damit grenzen sie sich von fossilen Energiequellen ab, die endlich sind oder sich über den Zeitraum von Millionen Jahren regenerieren. Erneuerbare Energiequellen gelten neben der effizienten Nutzung von Energie, als wichtigste Säule einer nachhaltigen Energiepolitik und der Energiewende. Zu ihnen zählen Bioenergie (Biomassepotenzial), Geothermie, Wasserkraft, Meeresenergie, Sonnenenergie und Windenergie. Ihre Energie beziehen sie von der Kernfusion der Sonne, die bei weitem die wichtigste Energiequelle ist, aus der kinetischen Energie der Erddrehung und der Planetenbewegung sowie der erdinneren Wärme.

Fachunternehmer

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Personen bzw. Unternehmen, die auf einen oder mehrere Leistungsbereiche (Gewerke) der Bauausführung spezialisiert und in diesem Bereich gewerblich tätig sind.

Fachverband WDVS

Der Fachverband WDVS e. V. ist ein Zusammenschluss von WDV-Systemanbietern und Herstellern von Systemkomponenten, deren Ziel die Förderung der Anwendung geprüfter und bewährter WDV-Systeme ist.

Gebäudeenergiegesetz (GEG)

Gesetz zur Einsparung von Energie und zur Nutzung erneuerbarer Energien zur Wärme- und Kälteerzeugung in Gebäuden, gültig ab dem 01.11.2020.

Das Gebäudeenergiegesetz (GEG) ist ein deutsches Bundesgesetz. Es führt das Energieeinspargesetz (EnEG), die Energieeinsparverordnung (EnEV) und das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammen.

Gebäudenetz

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Nicht-öffentliches Wärmenetz zur ausschließlichen Eigenversorgung mit Wärme von mindestens zwei Gebäuden auf einem Grundstück oder mehreren Grundstücken eines Eigentümers, bestehend aus folgenden Komponenten: Wärmeerzeugung, gegebenenfalls Wärmespeicherung, Wärmeverteilung, Steuer-, Mess- und Regelungstechnik, sowie Wärmeübergabestationen.

Gesundheit -Dämmstoff EPS/Styropor®

Der Dämmstoff EPS/Styropor® besteht aus Polystyrol. Aus diesem Stoff werden seit Jahrzehnten viele weitere Gegenstände des täglichen Gebrauchs hergestellt, z. B. Lebensmittelverpackungen, Spielzeug und Küchengeräte.

Bei der Verarbeitung des Polystyrols zu EPS/Styropor® wird reiner Wasserdampf zum Aufschäumen eingesetzt. Im Ergebnis besteht der Dämmstoff dann zu ca. 98 % aus Luft. Die weiteren Inhaltsstoffe, die zur Erreichung der technischen Eigenschaften enthalten sind, sind fest in der Molekülmatrix gebunden und werden nicht ausgewaschen oder durch die Haut aufgenommen. Auch die Verarbeitung ist ohne Schutzkleidung möglich.

Häuser, die mit EPS/Styropor® gedämmt sind, haben zudem ein sehr gutes Wohnklima. Im Winter sind die Wände warm und im Sommer bleibt die Hitze draußen. Insbesondere auch eine Schimmelbildung wird durch richtig geplante und ausgeführte Dämmmaßnahmen im Gegensatz zu ungedämmten Häusern/Wohnungen vermieden.

Bei den heute weitgehend luftdichten Gebäuden muss an das regelmäßige und richtige Lüften gedacht werden – im Idealfall durch eine kontrollierte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung.

Graue Energie

Die graue Energie eines Produktes ist die benötigte Energie für Herstellung, Transport, Lagerng, Verkauf und Entsorgung.

Berücksichtigt werden auch alle Vorprodukte bis zur Rohstoffgewinnung, als auch der Energieeinsatz aller angewandten Produktionsprozesse. Wenn zur Herstellung Maschinen oder Infrastruktur-Einrichtungen notwendig sind, wird üblicherweise auch der anteilige Energiebedarf für deren Herstellung und Instandhaltung in die "graue Energie" des Endprodukts einbezogen. Das "Produkt" kann auch eine Dienstleistung sein.

 

Graue Energie ist somit der indirekte Energiebedarf durch Kauf eines Konsumgutes, im Gegensatz zum direkten Energiebedarf bei dessen Benutzung. Der kumulierte Energieaufwand (KEA) fasst diese Teilbereiche zusammen.

Heizenergieeinsparung

Brennstoffmenge, die z. B. bei der energetischen Sanierung von Altbauten durch die Verbesserung der Wärmedämmung der Gebäudehüllfläche gegenüber dem ursprünglichen Zustand eingespart wird.

Innendämmung

Bauphysikalisch ungünstige Maßnahme zur Wärmedämmung von Außenwänden. Das Mauerwerk bleibt im Winter über seinen gesamten Querschnitt kalt und wird im Jahresverlauf den gesamten klimatischen Temperaturdifferenzen ausgesetzt. Dies kann sinnvoll sein bei nur kurzfristig genutzten Räumen (z. B. Kirchen, Sporthallen, Versammlungsräumen), die schnell aufgeheizt werden müssen. Infolge der Innendämmung müssen keine schweren Außenwandbauteile aufgeheizt werden, somit bleibt die notwendige Heizenergiemenge gering. Bei Verwendung der Innendämmung entstehen gravierende Wärmebrücken (Decken, in Außenwände einbindende Innenwände), da die Wärmedämmung nur raumhoch und raumbreit eingebaut werden kann. Sie bedarf bei wasserdampfdurchlässigen Dämmplatten einer zusätzlichen innenliegenden dampfsperrenden Sperrschicht, um Kondenswasserbildung im Wandquerschnitt zu vermeiden.

Jahresprimärenergiebedarf

Der Jahres-Primärenergiebedarf Qp ist der Energiebedarf an der Übergabestelle zum Gebäude (= Endenergie), zuzüglich der Verluste durch den Transport des Energieträgers und durch die Energieumwandlung, z. B. im Heizkraftwerk

Klebemörtel (Klebemassen)

Klebemassen sind Produkte, die einen dauerhaften Verbund der Dämmstoffe zum Untergrund sichern. Es gibt sie auf der Basis von Kunstharzdispersionen oder als werkseitig vorgefertigte Trockenmörtelmischungen.

Klimaschutz

Dringende Maßnahmen zur Minderung der Emissionen von Treibhausgasen und die problematische Abhängigkeit von Erdgas- und Öllieferanten sind zu einem zentralen Thema geworden.

Um der durch den Menschen verursachten globalen Erwärmung entgegenzuwirken, muss der Ausstoß an CO2 reduziert werden. Dies kann nur durch eine Senkung des Energieverbrauches erreicht werden.

In Deutschland entfallen ca. 40 % des gesamten Energieverbrauches auf den Gebäudebereich. Davon wird der überwiegende Anteil in privaten Haushalten verwendet. Von den rund 40 Mio. Wohnungen in Deutschland befinden sich mindestens 75 % in Gebäuden, die vor dem Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung (WSchV) von 1977 errichtet wurden. Sie weisen somit, falls bisher an diesen Gebäuden keine Modernisierungsmaßnahmen vorgenommen worden sind, einen aus energetischer Sicht schlechten Standard auf. Die Dämmung der Gebäudehülle ist der zentrale Ansatzpunkt, um den Energieverbrauch zu senken und damit neben einer Entlastung des eigenen Geldbeutels auch das Klima zu schützen.

EPS/Styropor® ist dabei ein unverzichtbarer Dämmstoff, der nicht zuletzt wegen seiner großen Verfügbarkeit nicht ersetzbar ist. Er ist ein sicherer und wirtschaftlicher Dämmstoff, der eine hervorragende Energiebilanz bietet.

Klinkerriemchen (Keramische Fassadenbekleidung)

Belag auf dem Wärmedämm-Verbundsystem bestehend aus Klinkerriemchen (Ton-Klinkerriemchen, Handform-Ziegelriemchen, Kalksandstein-Riemchen imprägniert) oder keramischen Fliesen. Die Bekleidung (Klinkerriemchen) wird „frisch in frisch“ im Floating Buttering Verfahren auf die Rasterdämmplatten aufgebracht. Grundsätzlich werden die Rasterdämmplatten als Träger für solche Fassadenbekleidungen an der Außenwand verklebt und verdübelt.

Lebenszyklusanalyse/ Ökobilanz

Eine Lebenszyklusanalyse (auch bekannt als Umweltbilanz, Ökobilanz oder englisch life cycleassessment bzw. LCA) ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen und der Energiebilanz von Produkten während des gesamten Lebensweges ("from cradle to grave", "von der Wiege bis zur Bahre"). Wenn die Verarbeitung nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum Beispiel nur von der Rohstoffgewinnung bis  zur Verarbeitung in einer Fabrik, analysiert wird, handelt es sich nicht mehr um eine Lebenszyklusanalyse, weil dann nicht der ganze Lebenzyklus eines Produkts betrachtet wird.

Zur Lebenszyklusanalyse gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung des Produktes sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse (z.B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Zu den Umweltwirkungen werden sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z.B. Erze, Rohöl)sowie die Emissionen in die Umwelt (z.B. Abfälle, Kohlendioxidemissionen) gezählt.

 

Lüftung und Raumklima

Das Raumklima wird vor allem durch die Temperatur und die Luftfeuchtigkeit bestimmt. Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte. Kühlt sich warme Luft ab, steigt die relative Luftfeuchtigkeit. Wird dann die Temperatur weiter gesenkt, fällt die Feuchtigkeit aus (sie „kondensiert“). Zuerst geschieht dies an den kältesten Stellen eines Raumes, also in der Regel an den Innenseiten der Außenwände. Insbesondere, wenn dort durch sogenannte Wärmebrücken besonders kalte Stellen existieren. Auch der Luftwechsel ist ein maßgeblicher Faktor, denn das Lüften reguliert neben der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit auch den Sauerstoffgehalt und die Menge an Geruchsstoffen. Grundsätzlich wird beim Lüften warme, feuchte Luft gegen kühlere, trockene Luft ausgetauscht.

Der erforderliche Luftwechsel wird durch die Fensterlüftung oder – in neueren Gebäuden – durch Lüftungsanlagen mit einer kontrollierten Wärmerückgewinnung erzeugt. In älteren, unsanierten Gebäuden geschieht das Lüften oft ungewollt, da z. B. durch undichte Fenster, Türen oder Bauteilanschlüsse Luft zirkuliert. Im schlimmsten Fall „zieht“ es dann, wobei dann natürlich auch noch viel Energie verloren geht.

Um ein gutes Raumklima zu erhalten, wird eine Luftwechselrate von mindestens 0,5/h empfohlen, d. h. die Raumluft soll alle 2 Stunden komplett ausgetauscht werden. Natürlich spielt dabei das individuelle Nutzungsverhalten eine große Rolle. Ein zu großer Luftwechsel, der auch energetisch nicht sinnvoll ist, führt zwangsläufig zu einem Austrocknen des Raumes. Ein zu geringer Luftwechsel lässt wiederum die Raumluftfeuchtigkeit über ein normales Maß hinaus ansteigen. Als Folge ergeben sich dann oft Feuchtigkeitsschäden bzw. Schimmelbildung, da die in der Raumluft enthaltene Feuchtigkeit an den kühlsten Stellen des Raumes kondensiert. Seltsamerweise wird die Ursache für eine Schimmelbildung oft mit der außen angebrachten Wärmedämmung in Verbindung gebracht. Genau das Gegenteil ist jedoch der Fall, denn ohne Wärmedämmung wären die Innenseiten der Außenwände deutlich kühler und noch mehr Feuchtigkeit würde sich dort bilden.

Bei Sanierungsmaßnahmen im Wohnungsbestand wird neben der notwendigen Fassadendämmung in der Regel auch die geforderte Luftdichtheit herbeigeführt (Fenster, Türen, Bauteilanschlüsse). Während in den vorher unsanierten Gebäuden oft auch eine seltene Fensterlüftung ausreichte, um Schimmelbildung zu verhindern (da ja die Zugluft quasi „eingebaut“ war und entsprechend stark geheizt werden musste), muss bei sanierten und luftdichten Gebäuden an das regelmäßige Lüften gedacht werden.

Die fachgerechte Dämmung mit EPS/Styropor®-Dämmstoffen erzeugt ein angenehmes, gut temperiertes Raumklima und steigert dadurch nicht nur die Behaglichkeit, sondern bietet auch energetisch eine sinnvolle Lösung für den Neubau und auch für die Altbausanierung.

Luftwechsel (Lüftungsverhalten)

Nach dem Abdichten von Fugen im Fenster- und Türbereich oder Einbau dichter Fenster- und Türelemente, die mit Wärmedämm-Maßnahmen einhergehen, müssen erforderlichenfalls Lüftungsgewohnheiten geändert oder angepasst werden, da nunmehr ein großer Teil der Lufterneuerung über die Fugen wegfällt. Zur Erzeugung eines gesunden und angenehmen Wohnklimas und zur Vermeidung von Feuchtigkeitsschäden in Wohnräumen ist ein Klimatisieren durch richtiges Lüften erforderlich.

Fenster ganz offen und gegenüberliegende Tür offen -> Querlüftung 1 bis 5 Minuten
Fenster ganz offen und Türen geschlossen -> Stoßlüftung 5 bis 10 Minuten
Fenster gekippt und gegenüberliegende Tür offen (Fenster im gegenüberliegenden
Raum auch ganz offen) -> Querlüftung
15 bis 30 Minuten
Fenster ganz offen und Türen geschlossen 24 bis 75 Minuten

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist ein Handlungsprinzip zur Ressourcen-Nutzung, bei dem eine dauerhafte Bedürfnisbefriedigung durch die Bewahrung der natürlichen Regenerationsfähigkeit der beteiligten Systeme (vor allem von Lebewesen und Ökosystemen) gewährleistet werden soll. Im entsprechenden englischen Wort sustainable ist dieses Prinzip wörtlich erkennbar: to sustain im Sinne von aushalten bzw.ertragen. Mit anderen Worten: Die beteiligten Systeme können ein bestimmtes Maß an Ressourcennutzung dauerhaft aushalten, ohne Schaden zu nehmen. Das Prinzip wurde zuerst in der Forstwirtschaft angewendet: Im Wald ist nur soviel Holz zu schlagen wie permanent nachwächst. Als in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erkannt wurde, dass alle Rohstoffe und Energievorräte auf derWelt auszugehen drohen, ging sein Gebrauch auf den Umgang mit allen Ressourcen über.

Nichtwohngebäude

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Gebäude, die keine Wohngebäude im Sinne von § 3 Absatz 1 Nummer 33 GEG sind, also nach ihrer Zweckbestimmung nicht überwiegend dem Wohnen dienen. Hierzu gehören auch Boardinghäuser (als gewerbliche Beherbergungsbetriebe mut hotelähnlichen Leistungen)) . Keine Nichtwohngebäude im Sinne dieser Richtlinie, sind Ferienhäuser und -wohnungen sowie Wochenendhäuser.

Ökobilanz/ Lebenszyklusanalyse

Eine Lebenszyklusanalyse (auch bekannt als Umweltbilanz, Ökobilanz oder englisch life cycleassessment bzw. LCA) ist eine systematische Analyse der Umweltwirkungen und der Energiebilanz von Produkten während des gesamten Lebensweges ("from cradle to grave", "von der Wiege bis zur Bahre"). Wenn die Verarbeitung nur bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, zum Beispiel nur von der Rohstoffgewinnung bis  zur Verarbeitung in einer Fabrik, analysiert wird, handelt es sich nicht mehr um eine Lebenszyklusanalyse, weil dann nicht der ganze Lebenzyklus eines Produkts betrachtet wird.

Zur Lebenszyklusanalyse gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung des Produktes sowie die damit verbundenen vor- und nachgeschalteten Prozesse (z.B. Herstellung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe). Zu den Umweltwirkungen werden sämtliche umweltrelevanten Entnahmen aus der Umwelt (z.B. Erze, Rohöl)sowie die Emissionen in die Umwelt (z.B. Abfälle, Kohlendioxidemissionen) gezählt.

Der Begriff der Bilanz wird bei der Ökobilanz im Sinne einer Gegenüberstellung verwendet.

Ökologischer Fußabdruck

Der ökologische Fußabdruck bezeichnet die biologisch produktive Fläche auf der Erde, die notwendig ist, um den Lebensstil und Lebensstandard eines Menschen (unter den heutigen Produktionsbedingungen ) dauerhaft zu ermöglichen. Damit ist der ökologische Fußabdruck ein Indikator für Nachhaltigkeit. Das schließt Flächen ein, die zur Produktion von Kleidung und Nahrung oder zur Bereitstellung von Energie benötigt werden, aber z.B. auch zur Entsorgung von Müll oder zum Binden des durch menschliche Aktivitäten freigesetzten Kohlenstoffdioxids. Der Fußabdruck kann dann mit der Biokapazität der Welt oder der Region verglichen werden, also der verfügbaren biologisch produktiven Fläche.

Perimeterdämmung

Dämmung im erdberührten Bereich (Sockel- oder Spritzwasserbereich). Bevor das Dämmsystem angebracht wird, ist es notwendig, das Bauwerk im Erdreich abzudichten. Die Dämmung erfolgt mit speziellen EPS-Hartschaumplatten höherer Raumdichte oder speziellen extrudierten Polystyrol-Hartschaumplatten (XPS), die für diese Anwendung bauaufsichtlich zugelassen sind.

Polystyrol-Hartschaum-Dämmplatten

Expandierter Polystyrol-Hartschaum (EPS) nach DIN 18164 gehört zur Gruppe der organischen Dämmstoffe. EPS besteht aus kleinen Kugeln, die mit Luft gefüllte Hohlräume umschließen. Dies macht Hartschaum bei ausgezeichneten Dämmeigenschaften extrem leicht. EPS ist frei von FCKW, Formaldehyd und HBCD sowie recyclebar (kein Sondermüll). Das Material ist biologisch neutral, gesundheitsschädigende Wirkungen sind nicht bekannt. Das hauptsächlich für WDV-Systeme verwendete Material ist PS 15 SE (PS = Polystyrol; 15 = 15 kg/m3; SE = schwer entflammbar (Baustoffklasse B1 nach DIN 4102)), und darf je nach Landesbauordnung bis zu einer Gebäudehöhe von 22 m (Hochhausgrenze) eingesetzt werden. PS 30 SE wird als Perimeterdämmung für den erdberührten Bereich eingesetzt. EPS-Platten haben heute Wärmeleitfähigkeiten von 0,032 bis 0,04 W/mK.

Primärenergiehalt

Der Primärenergiehalt (PEI) von Dämmstoffen gibt den Energieverbrauch in Megajoule (MJ) an, der zur Herstellung des Produktes notwendig ist. Dazu gehören auch die verwendeten Rohstoffe.

Primärenergieverbrauch

Der Primärenergieverbrauch (PEV) beinhaltet die Energie für die Herstellung, inklusive Energieverbrauch für die Gewinnung der Rohstoffe, für Transporte und Vorstufen der Produkte.

Qualitätssicherung

Maßgeblich für eine sichere und dauerhafte Energieeinsparung ist neben einer entsprechenden Planung und fachgerechten Verarbeitung insbesondere die Dämmstoffqualität. Basis für den hohen Qualitätsstandard der EPS/Styropor®-Dämmstoffe der IVH-Mitglieder ist das dreistufige Qualitätssicherungs-System:

Eigenüberwachung:

Die werkseigene Produktionskontrolle umfasst die interne Überwachung der Produktion durch die EPS/Styropor®-Hersteller innerhalb definierter Zyklen. Diese Kontrolle ist in der Produktnorm DIN EN 13163 verankert und sichert die Übereinstimmung der Produkte mit der Norm.

Fremdüberwachung:

Grundlage für die Fremdüberwachung bildet die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) als Wärmedämmstoff (Z-23.15-XXX) oder für die Anwendung als Perimeterdämmung (Z-23.33-XXX) oder als Komponente für ein WDVS mit keramischer Bekleidung (Z-33.46-XXXX). Die Überwachung umfasst insbesondere den Bemessungswert der Wärmeleitfähigkeit sowie das Brandverhalten nach DIN 4102. Diese Angaben sind maßgebend für die Planung und Ausführung eines Bauvorhabens. Die Überwachung erfolgt durch ein bauaufsichtlich anerkanntes Prüfinstitut, welches die Produkte beim Hersteller entnimmt und die in der abZ festgelegten Eigenschaften nach dem dort vorgegebenen Prüf- und Überwachungsplan prüft.

Marktentnahme: Die zusätzliche freiwillige Marktentnahme rundet das Qualitätssicherungssystem ab. Hierfür sorgt die Bundesfachabteilung Qualitätssicherung EPS-Hartschaum (BFA QS EPS): Die Produkte der IVH-Mitglieder werden in kurzen Abständen durch Testkäufe deutschlandweit zusätzlich im Markt entnommen und durch unabhängige Prüfanstalten geprüft und damit nochmals überwacht.

Mit dem Qualitätssiegel der BFA QS EPS wird die Einhaltung des hohen Qualitätsstandards sichergestellt und dokumentiert. Planer, Fachhandwerker und Verbraucher sind damit auf der sicheren Seite und können sich auf das hohe Qualitätsniveau für Dämmstoffe aus EPS/Styropor® der IVH-Mitglieder verlassen.

Querzugkraft

Kraft, die parallel zur Oberfläche auf das WDVS einwirkt.

Recycling und Nachhaltigkeit von EPS

EPS/Styropor® lässt sich vielfältig weiter- und wiederverwenden. Dies beginnt bereits bei der Herstellung: Produktionsabfälle werden zerkleinert und direkt dem Herstellungsprozess wieder zugeführt. Ebenso kann mit nicht verschmutztem Baustellenabschnitt, z. B. von EPS/Styropor®-Fassadendämmplatten, verfahren werden. Nach einer Lebensdauer von 50 Jahren und mehr gibt es weitere Recycling-Möglichkeiten:

Verwertung im Bauwesen: Hier wird das gebrauchte EPS/Styropor® gemahlen und als Leichtzuschlag für Mörtel, Beton und Dämmputze eingesetzt. Für die Ziegelindustrie dient das Recycling-EPS/Styropor zur Porenbildung im Tonmaterial.

Verwertung durch Aufschmelzen/Verdichten: Die so gewonnenen Recycling-Produkte können zur Herstellung von Polystyrol-Spritzgussteilen eingesetzt werden.

Thermische Verwertung: Falls keine andere Verwertungsmöglichkeit besteht, kann EPS/Styropor® in Abfallverbrennungsanlagen rückstandsfrei verbrannt werden.

Nachhaltiges Bauen bedeutet, Gebäude sowohl unter ökologischen wie auch ökonomischen Gesichtspunkten zu erstellen und zu betreiben. Ziel ist es, den Energie- und Ressourcenverbrauch in allen Phasen der Gebäudeerrichtung und -nutzung zu minimieren. Für die EPS/Styropor®-Dämmstoffe der IVH-Mitglieder als nachhaltige Dämmstoffe liegen Umwelt-Produktdeklarationen (EPD = Environmental Product Declaration) nach ISO 14025 vor. Diese EPDs sind von unabhängigen Experten geprüft und gehen über die Anforderungen anderer Umweltzeichen weit hinaus. Sie geben umfassend Aufschluss über die Auswirkungen von Bauprodukten auf die Umwelt während ihres Lebenszyklus. Damit liefern EPDs die relevanten Datengrundlagen, welche in die Berechnung/Ermittlung der Gebäude-Ökobilanz eingehen. Sie sind eine wichtige Grundlage für die nachhaltige Planung von Gebäuden.

Recycling-alte Stoffe zu etwas Neuem verarbeiten

Beim Recycling (gelegentlich als RC abgekürzt), Rezyklierung bzw. Müllverwertung werden Abfallprodukte wiederverwertet bzw. deren Ausgangsmaterial werden zu Sekundärrohstoffen. Die so produzierten Stoffe werden als Recyclat/Rezyklat oder Regenerat bezeichnet. Gesetzlich wird erst von "Recycling"gesprochen, wenn der Rohstoff zuvor als "Abfall" einzustufen war; andernfalls handelt es sich um "Wiederverwendung". Der umgangssprachliche Gebrauch des Begriffs Recycling umfasst oft beide Bedeutungen. Der Begriff "Recycling" ist ein Lehnwort aus dem Englischen für "Wiederverwertung" oder "Wiederaufbereitung.

Rohdichte

Die Rohdichte eines Stoffes ist der Quotient aus der Masse (kg) und dem Volumen (m3), mit der Einheit [kg/m3].

Schallschutz

Alle Maßnahmen, erzeugte Geräusche/Lärm abzuschirmen oder die Übertragung von Geräuschen/Lärm zu minimieren.

Scherfestigkeit

Die Scherfestigkeit ist der Widerstand, den z. B. EPS/Styropor® im Wärmedämm-Verbundsystem (WDVS) den Belastungen aus dem Gewicht der Kleber und Putze bzw. Klinkerriemchen eines WDVS entgegensetzt. Die Scherfestigkeit von EPS/Styropor® für WDVS erfüllt die deutschen und europäischen Anforderungen.

Schimmel ade

Manche fürchten, sich mit einer Dämmung Schimmelprobleme einzuhandeln. Das Gegenteil ist richtig. Denn Schimmel entsteht vor allem dann, wenn feuchtwarme Luft auf kalte Bauteile trifft. Also: Gerade wer Schimmelprobleme hat, sollte sein Haus gut dämmen.

Wichtig ist allerdings eine lückenlose und luftdichte Ausführung der Dämmarbeiten. Denn an Wärmebrücken oder luftdurchlässigen Bauteilanschlüssen, wie zwischen Wand und Dach oder am Anschluss der Fenster an die Wand, schlägt sich Feuchtigkeit nieder, die zu Schimmelbildung führen kann. Deshalb sollten manche Dämmarbeiten besser einem Fachmann überlassen werden.

Silbergraues EPS/Styropor®

Silbergraues EPS/Styropor® ist eine innovative Weiterentwicklung des seit Jahrzehnten bewährten weißen EPS/Styropor®. Dem Rohstoff wird dabei in aller Regel Ruß oder Graphit beigemengt. Dieses wirkt als Absorber für Wärmestrahlen (Infrarotstrahlung). Damit wird die Wärmestrahlung durch das EPS/Styropor® hindurch wirkungsvoll verhindert. Die Wärmeleitfähigkeit von 0.035 W/(mK) kann damit bereits bei einer deutlich niedrigeren Dichte als bei vergleichbaren „weißen“ EPS/Styropor® erreicht werden – ein wichtiger Beitrag zur Ressourcenschonung. Gleichzeitig konnte die Wärmeleitfähigkeit auf Werte von 0,032 W/(mK) bzw. 0,031 W/(mK) gesenkt werden, was zur Reduzierung der U-Werte bei gleicher Dämmstoffdicke führt.

Sockelabschlussprofil

Wichtiges Element zum unteren Abschluss des Wärmedämm-Verbundsystems. Beinhaltet eine Abtropfkante, sodass herablaufendes Wasser nicht von unten in das System eindringen kann.

Spezifische Wärmekapazität

Sie gibt die Wärmemenge (in Joule) an, die nötig ist, um 1 kg eines Stoffes um 1 Kelvin zu erwärmen. Dieser Wert ist wichtig für die Wärmespeicherung. Rechenwerte der spezifischen Wärmekapazität enthält die DIN 4108-4, Tabelle 7.

Steinwolle-Lamellen-Dämmplatten

Sie sind eine hochfeste Variante der Steinwolle-Dämmplatte. Das Ausgangsprodukt ist der vorgenannte Steinwolle-Dämmstoff, allerdings laufen die Fasern dieser Dämmplatten senkrecht zur Klebe- oder Oberfläche.

System-Zulassungen

Allgemeine bauaufsichtliche Zulassungen für WDVS, erteilt vom DIBt. Die Systemkomponenten werden darin festgelegt und benannt. Bei Verwendung von systemfremden Bestandteilen erlischt die Zulassung.

Systemanbieter

Firmen, die die Komponenten der Wärmedämm-Verbundsysteme herstellen und/oder als komplettes System vertreiben. Dabei sind alle Produkte aufeinander abgestimmt und werden als System durch verschiedene Prüfungen in ihrer Anwendungsqualität bestätigt.

Taupunkttemperatur

Temperatur der Luft bzw. des Baustoffes, bei der die relative Luftfeuchte den Wert 100 % erreicht, sodass mit Überschreitung dieser Grenze Niederschlag (Tauwasser) entsteht.

Technische Mindestanforderungen

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Die in der Anlage aufgeführten technischen Anforderungen zu den einzelnen Fördertatbeständen dieser Richtlinie; beispielsweise an die Dämmung von Außenwänden.

Temperatur

Die Temperatur ist das Maß für den Wärmezustand eines festen, flüssigen oder gasförmigen Stoffes. Sie wird mit den SI-Einheiten Kelvin (K) und Grad Celsius (°C) bezeichnet. Für Temperaturdifferenzen gilt immer 1 K = 1 °C. Die Umrechnung von Kelvin in Grad Celsius lautet: Temperatur in Grad Celsius = Temperatur in Kelvin – 273,15.

Temperaturdehnzahl

Die Temperaturdehnzahl gibt an, um wie viel Meter sich ein Stoff von 1 m Länge je 1 Kelvin Temperaturunterschied in dieser Richtung verändert.

Temperaturverlauf

Wärme fließt immer von Stellen mit hoher Temperatur zu Stellen mit niedriger Temperatur. Bei Kenntnis der hohen und der niedrigen Temperatur sowie der Wärmedurchlasswiderstände kann der Temperaturverlauf in einem Bauteil ermittelt werden. Der Temperaturabfall in den einzelnen Schichten steht im Verhältnis zu dem jeweiligen Wärmedurchlasswider­stand bzw. Wärmeübergangswiderstand.

Treibhauseffekt

Durch Verbrennungsvorgänge (Heizung, Kfz-Verkehr, Industrieabgase) gelangen Spurengase und Partikel (CO2, NO, SO2, CO, Kohlenwasserstoffe, Staub, Ruß) in die Atmosphäre. Lichtstrahlen gelangen durch die Lufthülle auf die Erdoberfläche, werden dort unter Wärmeabgabe in IR-Strahlung umgewandelt. Die IR-Lichtwellen strahlen in den Weltraum zurück und werden durch die erhöhten Anteile von Spurengasen in der Luft dabei behindert. Dadurch heizt sich die Erdatmosphäre – vergleichbar wie beim Treibhaus – immer mehr auf. In der Folge beginnen die Eismassen der Pole und die Gletscher abzuschmelzen und die Wasserspiegel der Weltmeere steigen. Überflutungen und heftige Unwetter sind die Folge.

U-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient)

Der Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert ist die Wärmemenge, die in 1 Sekunde durch ein Bauteil von 1 m2 Fläche und einer bestimmten Dicke bei 1 Kelvin Temperaturunterschied unter Berücksichtigung der Wärmedurchlasswiderstände jeder einzelnen Schicht und der Wärmeübergangswiderstände für innen und außen hindurchfließt [W/m2K].

Er ist die Kennzahl für Transmissionswärmeverluste durch Bauteile. Mit dem U-Wert ist eine praxisgerechte Aussage möglich, wie groß die Wärmeverluste verschiedener Bauteile oder Bauteilkombinationen sind – oder anders ausgedrückt – wie viel Energie verloren geht. Über den U-Wert können verschiedene Wandbauarten in Bezug auf Wärmeverluste oder Energieeinsparung sehr gut miteinander verglichen werden, z. B. kann die Einsparung ermittelt werden, die durch ein Wärmedämm-Verbundsystem erzielt werden kann. Für die gesamte Energiebilanz eines Gebäudes ist der U-Wert nicht die einzige Einflussgröße. Lüftung, Heizungsanlage, interne Wärmequellen, solare Wärmegewinne spielen ebenfalls eine Rolle. Für Außenwände jedoch ist der U-Wert der einzige Rechenwert, mit dem eine Beurteilung der Wärmeverluste bzw. der Energieeinsparung praxisgerecht möglich ist. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung des Bauteiles.

Umfeldmaßnahmen

>> (im Sinne der Richtlinie der BEG)

Alle Maßnahmen, die zur Vorbereitung und Umsetzung eines Sanierungsvorhabens oder zur Inbetriebnahme von dabei eingebauten Anlagen erforderlich sind; hierzu zählen beispielsweise: Energetische Planung, Arbeiten zur Baustelleneinrichtung, Rüst- und Entsorgungsarbeiten, Baustoffuntersuchungen und bautechnische Voruntersuchungen, Verlegungs- und Wiederherstellungsarbeiten, Deinstallation und Entsorgung von Altanlagen, Maßnahmen zur Einregulierung geförderter Wärmeerzeuger, Maßnahmen zur Optimierung des Heizungsverteilsystems zur Absenkung der Systemtemperatur, die Erschließung von Wärmequellen für Wärmepumpen, Anschlussleitungen von geförderten Anlagen und von Systemen zur digitalen Betriebs- und Verbrauchsoptimierung. Zu den Umfeldmaßnahmen gehören auch Maßnahmen zum Erhalt und zur Neuanlage von Nistkästen für Gebäudebrüter, zum Erhalt und zur Neuanlage von Fassaden- und Dachbegrünung.

Upcycling- etwas wertvoller machen

Beim Upcycling (englisch up "nach oben" und "recycling" Wiederverwertung") werden Abfallprodukte oder (scheinbar) nutzlose Stoffe in neuwertige Produkte umgewandelt. Im Gegensatz zum Downcycling kommt es bei dieser Form des Recyclings zu einer stofflichen Aufwertung. Die Wiederverwertung oder Nachnutzung von bereits vorhandenem Material reduziert die Verwendung von Rohstoffen.

Wände atmen?

Eindeutig nein! Auch gedämmte Wände können die Feuchtigkeit zum Beispiel vom Kochen oder Duschen problemlos puffern. Die Wandoberfläche nimmt die Feuchtigkeit auf und gibt sie beim Lüften wieder ab. Regelmäßiges Lüften ist deshalb unerlässlich.

Wärme

Wärme ist eine Energieform, die aus Eigenbewegung von Atomen und Molekülen herrührt. Bei Gasen und Flüssigkeiten sind die Atome und Moleküle frei beweglich und fliegen geradlinig durch den Raum. Bei festen Stoffen können die Teilchen ihre Plätze nicht verlassen, ihre Bewegungsenergie drückt sich deshalb in Form von Schwingungs- und Rotationsenergie aus. Wärme lässt sich durch Umwandlung von anderen Energiearten erzeugen.

Wärmebedarf

Wärmemenge, die benötigt wird, um ein Gebäude auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen ständig ausreichend zu erwärmen. Das Ermittlungsverfahren ist in der DIN 4107 festgelegt.

Wärmebrücke

Bezeichnung für sogenannte „Dämmlöcher“ in der Bauteilfläche. Ursachen sind große Unterschiede der Wärmeleitfähigkeit der einzelnen Baustoffe sowie geometrische Bedingungen (z. B. Gebäudeecken). Durch Wärmebrücken kann die erwartete / berechnete Wärmedämmung erheblich verschlechtert werden.

Wärmedämmung

Sammelbenennung für alle Maßnahmen zur Verminderung der Wärmeübertragung zwischen getrennten Bereichen unterschiedlicher Temperatur.

Wärmedurchgangkoeffizient (4-Wert)

Der Wärmedurchgangskoeffizient oder U-Wert ist die Wärmemenge, die in 1 Sekunde durch ein Bauteil von 1 m2 Fläche und einer bestimmten Dicke bei 1 Kelvin Temperaturunterschied unter Berücksichtigung der Wärmedurchlasswiderstände jeder einzelnen Schicht und der Wärmeübergangswiderstände für innen und außen hindurchfließt [W/m2K].

Er ist die Kennzahl für Transmissionswärmeverluste durch Bauteile. Mit dem U-Wert ist eine praxisgerechte Aussage möglich, wie groß die Wärmeverluste verschiedener Bauteile oder Bauteilkombinationen sind – oder anders ausgedrückt – wie viel Energie verloren geht. Über den U-Wert können verschiedene Wandbauarten in Bezug auf Wärmeverluste oder Energieeinsparung sehr gut miteinander verglichen werden, z. B. kann die Einsparung ermittelt werden, die durch ein Wärmedämm-Verbundsystem erzielt werden kann. Für die gesamte Energiebilanz eines Gebäudes ist der U-Wert nicht die einzige Einflussgröße. Lüftung, Heizungsanlage, interne Wärmequellen, solare Wärmegewinne spielen ebenfalls eine Rolle. Für Außenwände jedoch ist der U-Wert der einzige Rechenwert, mit dem eine Beurteilung der Wärmeverluste bzw. der Energieeinsparung praxisgerecht möglich ist. Je kleiner der U-Wert, desto besser die Wärmedämmung des Bauteiles.

Wärmeleitfähigkeit (λ, Lambda)

Sie beschreibt, wie viel Wärme durch eine Materialschicht hindurchgeht. Je kleiner die Wärmeleitfähigkeit, desto besser. EPS/Styropor® hat eine niedrigere Wärmeleitfähigkeit, Beton hat eine hohe Wärmeleitfähigkeit.

Weißes EPS/Styropor®: λ = 0,040 oder 0,035 W/(mK)
Silbergraues EPS/Styropor®: λ = 0,032 oder 0,031 W/(mK)
Beton: λ = 1,15 W/(mK)

Wärmenetz

dient der Versorgung der Allgemeinheit mit leitungsgebundener Wärme, ist auf mehreren Grundstücken und/oder Wegen belegen und ist kein Gebäudenetz.

Wirtschaftlichkeit von EPS

In Zeiten steigender Energiepreise spielt Wärmedämmung eine wichtige Rolle. Da die meisten Wärmeverluste bei Gebäuden über Dach und Fassade entstehen, stellt EPS/Styropor® eine hervorragende Möglichkeit dar, um gerade in Privathaushalten die Heizkosten spürbar zu senken.

Des Weiteren ist EPS/Styropor® ein überaus langlebiger Dämmstoff, der über Jahrzehnte hinweg seine Funktion erfüllt, ohne seine Leistungsfähigkeit zu vermindern. Es kommt somit nicht nur zu einer Steigerung der subjektiv empfundenen Wohnqualität, sondern auch zu einer objektiv messbaren Steigerung des Immobilienwertes.

Darüber hinaus wird die Langlebigkeit von Gebäuden erheblich erhöht. Durch einen besseren Schutz der Außenwände, insbesondere mit keramischer Fassadenbekleidung (Klinkerriemchen), gegen Kälte, Hitze, Regen und Feuchtigkeit reduzieren sich außerdem die Instandhaltungskosten auf ein Minimum.

So erzielt eine wärmegedämmte Immobilie bei Vermietung oder Verkauf nachweisbar wesentlich höhere Erlöse als ein vergleichbares ungedämmtes Objekt – Energieeffizienz ist also auf mehrfache Art und Weise rentabel.

Stehen ohnehin bereits Baumaßnahmen an einem Gebäude an, lohnt es sich, umfassende Wärmedämmung einzuplanen. Wichtig hierbei ist, von Anfang an qualifizierte Fachleute einzubeziehen.

Wohneinheiten

>> (im Sinne der Richtlinien der BEG)

In einem abgeschlossenen Zusammenhang liegende und zu dauerhaften Wohnzwecken bestimmte Räume in Wohngebäuden, die die Führung eines eigenen Haushalts ermöglichen und daher mindestens über die nachfolgende Ausstattung verfügen: eigener abschließbarer Zugang, Versorgungsanschlüsse für eine Küche, Badezimmer und Toilette.

Wohngebäude

>> (im Sinne der Richtlinien der BEG)

Gebäude nach § 3 Absatz 1 Nummer 33 GEG, die nach ihrer Zweckbestimmung überwiegend dem Wohnen dienen. Hierzu gehören auch Wohn-, Alten- und Pflegeheime und ähnliche Einrichtungen. Ferienhäuser und -wohnungen sowie Wochenendhäuser sind nur dann förderfähige Wohngebäude im Sinne dieser Richtlinie, sofern sie in den Anwendungsbereich des GEG fallen.

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